Fasziendistorsionsmodell

 

Seit einigen Jahren rücken die Körperfaszien (kontinuierliches, verbindendes Gewebe) durch neue Forschungsergebnisse immer mehr in den Focus des Interesses der Medizin. War die Arbeit mit den Faszien in der Vergangenheit ein eher untergeordneter Teil der Manuellen Therapie, entwickelt sie sich jetzt zu einer eigenständigen Therapieform.

 

Eine zentrale Rolle spielt bei der Diagnostik nach dem Fasziendistorsionsmodell die Körpersprache des Patienten und wie er seine Beschwerden beschreibt und lokalisiert. Schmerzen werden auf eine oder mehrere pathologische Veränderung von insgesamt sechs Strukturen des Bindegewebes zurückgeführt. Die Behandlung erfolgt durch manuelle Techniken, die zum Teil recht schmerzhaft aber sehr effektiv sind. Hinzu kommen Eigenübungen des Patienten mit der Black Roll (eine feste Rolle unterschiedlicher Grösse) und Übungen zur Eigenmobilisation der Faszien.

 

Auch Leistungs- und Freizeitsportler profitieren bei Schmerzzuständen unterschiedlicher Ursache von dieser neuen Behandlungsmethode.

 

WDR 3 - Quarks und CO

(Sendung vom 29.1.2013 zum Thema Faszien)